Internationaler Tag des Waldes: Ministerin Gorißen würdigt den Wald als Multitalent

In den vergangenen Jahren hat der Wald sich verändert. Es gibt mehr Laubbäume und Mischwälder, eine größere Strukturvielfalt und mehr Totholz.
Wälder sind ein bedeutender Naturraum mit vielfältigen Funktionen und Ökosystemleistungen. Sie sind artenreicher Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt, leisten wichtige Beiträge zum Klimaschutz und liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz. All dies geschieht auf einer Fläche von 950.000 Hektar Wald in Nordrhein-Westfalen, das sind 28 Prozent der Landesfläche und umgerechnet auf die Einwohnerzahl in Nordrhein-Westfalen sind es pro Kopf 500 Quadratmeter, also eine Fläche von 20 mal 25 Metern.
„Wir alle können den Wald schützen“
Ministerin Silke Gorißen: „Saubere Luft und Trinkwasser, natürlicher Boden- und Hochwasserschutz, Erholung, Naturerlebnis und wichtiger Holzlieferant – all das leistet der Wald als Multitalent für die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wir alle können einen Beitrag leisten, um unseren Wald zu schützen, damit er auch nachfolgenden Generationen erhalten bleibt. Dazu zählt der umsichtige und respektvolle Umgang mit Tieren und Pflanzen. Beim Spaziergang im Wald ist es daher wichtig, auf ausgewiesenen Wanderwegen zu bleiben – ganz besonders im Frühling, wenn viele Tiere ihre Jungen bekommen und Pflanzen noch zart sind. Selbstverständlich haben auch Müll, offenes Feuer oder eine brennende Zigarette nichts im Wald zu suchen.“
Aktueller Hinweis zur Waldbrandgefahr
In diesen ersten Tagen des Frühlings sind die Böden im Wald vielerorts trocken, weil es in den vergangenen Wochen wenig geregnet hat. Da die Bäume und Sträucher erst jetzt langsam beginnen, ihre Blätter zu bilden, kann die Sonne vielfach ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. Deshalb gilt aktuell die erhöhte Waldbrandgefahr Stufe drei. Das heißt: Besucherinnen und Besucher im Wald sollten besonders achtsam sein. Grillen im Wald, Rauchen und offenes Feuer sind verboten. Achtlos weggeworfene Zigaretten entzünden häufig Brände. Bei Flammen oder Rauch im Wald muss umgehend die Feuerwehr unter 112 angerufen werden.
Wald verändert sich
In den vergangenen Jahren hat der Wald sich verändert. Es gibt mehr Laubbäume und Mischwälder, eine größere Strukturvielfalt und mehr Totholz. Gleichzeitig leidet der Wald unter Emissionen der Industriegesellschaft sowie den Auswirkungen des Klimawandels. Die 2024 erstmalig durchgeführte Stichprobeninventur zeigt, dass die Wiederbewaldung der Schadflächen Fortschritte macht. Allerdings bleibt auch in den nächsten Jahren die große Aufgabe der Wiederbewaldung und der Entwicklung klimaanpassungsfähiger Mischwälder. Die derzeit in Erarbeitung befindliche Waldstrategie soll eine Zukunftsvision und einen Handlungsrahmen für die Wälder im Klimawandel darstellen.
Forschung für die Zukunft des Waldes
Auch in Zukunft sind mehr Forschung und Wissensvermittlung zum Wald besonders wichtig, um die Natur zu stärken. Deshalb hat das Land Nordrhein-Westfalen das Forschungsnetzwerk Wald initiiert. Hier sind Expertinnen und Experten rund um das Thema Wald aus Theorie und Praxis vernetzt, um noch besser zu erfahren, wie der Wald der Zukunft gelingen kann. So werden zum Beispiel in diesem Jahr die Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Beteiligung am europaweiten Projekt zur Wiederherstellung von Waldökosystemen vorgestellt und erörtert. An dem Netzwerk sind verschiedene Forstbetriebe und Waldbesitzende mit Demonstrationsflächen zur Wiederbewaldung beteiligt.
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