Ministerpräsident Wüst wirbt in Hollywood für Film- und Medienstandort Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Wüst: Nordrhein-Westfalen ist führendes Filmland Deutschland. Produktionen aus Amerika und aller Welt sind bei uns sehr willkommen / Zudem Besuche beim Jet Propulsion Laboratory und Rivian

16. April 2024
Filmvorstellung „MOSES – 13 Steps“ und Themenabend in der Villa Aurora

Zum Auftakt seiner Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Rahmen eines Themenabends im Zentrum der amerikanischen Filmindustrie in Los Angeles für den Film- und Medienstandort Nordrhein-Westfalen geworben.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Zum Auftakt seiner Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika hat Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag, 15. April 2024, im Rahmen eines Themenabends im Zentrum der amerikanischen Filmindustrie in Los Angeles für den Film- und Medienstandort Nordrhein-Westfalen geworben. Zuvor wurde der von der Film- und Medienstiftung NRW geförderte Dokumentarfilm „MOSES – 13 Steps“ über die Ikone der Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles Dr. Edwin Moses bei einer Filmpräsentation einem breiten internationalen Publikum vorgestellt. Der Kino-Dokumentarfilm ist eine Produktion der Kölner Firma Broadview Pictures. Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch, Executive Producer ist Oscar-Preisträger Morgan Freeman. An der Filmpräsentation und dem Themenabend in der Villa Aurora nahmen neben Ministerpräsident Wüst auch der Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW Walid Nakschbandi, der Filmproduzent und Geschäftsführer von Broadview Pictures Leopold Hoesch, Lori McCreary von Revelations Entertainment sowie Edwin Moses selbst teil. Internationale Film- und Sportgrößen wie Schauspielerin und Produzentin Veronica Ferres, Basketball-Weltmeister Daniel Theis, Schauspieler James Pickens Jr., bekannt aus der Erfolgsserie Grey’s Anatomy, und führende Vertreterinnen und Vertreter von Filmstudios und Filmverleihern wie Sam Semon von Amazon Studios, Jay Roewe von HBO, Matt Monos von Peacock, Colleen Dominguez und Moe Mirghahari von CMD Productions sowie Jennifer Daly von Critical Content folgten ebenfalls der Einladung des Ministerpräsidenten. An ehemaligen Leichtathletikgrößen waren unter anderem der viermalige Olympiasieger im Schwimmen von 1976 John Nabers, der ehemalige Dreispringer Milan Thiff, der ehemalige Olympiateilnehmer von 1976 im Sprint Guy Abraham, der viermalige Olympiasieger im Turmspringen Greg Louganis, Olympiasieger von 1988 und Edwin-Moses-Bezwinger André Phillips sowie der langjährige Konkurrent von Edwin Moses und Olympiateilnehmer von 1984 Daniel Lee Harris, der 1987 die Siegesserie von Edwin Moses mit 122 hintereinander gewonnen Rennen riss, vor Ort.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist führendes Filmland in Deutschland und wichtiger Film- und Medienstandort, für den es sich zu werben lohnt – besonders hier in Hollywood. Wir bieten moderne Studios, eine exzellente Infrastruktur und technische Film-Abteilungen, die jedes Versprechen von deutscher Präzision und Zuverlässigkeit einhalten. Die Vielfalt der Drehorte in unserem Land ist einzigartig.“ Bei der Frage nach internationalen Kooperationen stünden Nordrhein-Westfalen und Deutschland aktuell an einer wichtigen Schwelle, so der Ministerpräsident weiter: „Das Interesse von internationalen Investoren in den Film- und Medienstandort Nordrhein-Westfalen ist aktuell sehr groß. Gleichzeitig wird die anstehende Reform der Filmförderung für eine starke Attraktivitätssteigerung sorgen. Insbesondere in Kalifornien und natürlich in Hollywood sehen wir großes Potenzial, unsere Partnerschaften auszubauen. Deswegen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um für unseren Film- und Medienstandort zu werben. Produktionen aus Amerika und aller Welt sind bei uns sehr willkommen.“

Walid Nakschbandi, Geschäftsführer Film- und Medienstiftung NRW: „In der deutschen und europäischen Filmindustrie ist Nordrhein-Westfalen ein Big Player. Wir sind eine der führenden und innovativen Förderunternehmen Europas. Unsere Infrastruktur für Dreharbeiten gehört weltweit zu den besten, internationale Produktionen geben sich bei uns die Klinke in die Hand. Wir haben exzellente Fachkräfte und engagierte Kreative, die internationale High-End-Erfolgsproduktionen möglich machen.“ Für die Zukunft erwartet Nakschbandi in Folge der Filmförderreform einen enormen kreativen Schub und internationale Projekte in neuer Größenordnung. „Der Standort Nordrhein-Westfalen lebt von der Vernetzung aller digitalen Bereiche. Große und innovative Ideen wollen wir finanziell noch stärker unterstützen und vorantreiben. Unsere internationale Netzwerkarbeit mit USA trägt schon viele Früchte. Diese Aktivitäten werden wir ausbauen.“

Leopold Hoesch, Filmproduzent und Geschäftsführer von Broadview TV: „Das Land Nordrhein-Westfalen und insbesondere die Film- und Medienstiftung NRW sind für mich als Unternehmer seit Jahren ein relevanter Partner, die es mir ermöglichen, internationale Filme über Sport-Ikonen aus Nordrhein-Westfalen heraus für die Welt zu machen. Nach KLITSCHKO, ‚Nowitzki.‘, KROOS jetzt ‚Moses - 13 Steps‘.“ 

Dr. Edwin Moses: „In Los Angeles 40 Jahre nach meinem größten sportlichen Erfolg im Kreise weiterer LA 84 Stars einen Film über mein Leben vorzustellen ist für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Morgan Freeman und Leopold Hoesch bei diesem Projekt an meiner Seite zu haben ist eine Ehre. Danke an Nordrhein-Westfalen und die Film- und Medienstiftung NRW für die Unterstützung dieses Films. Deutschland war für mich auch immer ein Stück zweite Heimat. Die großen Leichtathletik Events in Köln bleiben für mich unvergessen.“

Die Filmpräsentation des Dokumentarfilms „MOSES – 13 Steps“ unterstreicht, dass Produktionen aus Nordrhein-Westfalen international Beachtung und Anerkennung finden und der Film- und Medienstandort für Produktionsfirmen und Studios aus Hollywood und den Vereinigten Staaten von Amerika immer attraktiver wird. Ministerpräsident Wüst tauschte sich im Verlauf des Themenabends mit Vertreterinnen und Vertretern der Film- und Medienbranche unter anderem zu Produktionsbedingungen sowie aktuellen Herausforderungen und Trends der Branche aus.

Die Einführung eines steuerlichen Anreizmodells ist Teil einer umfassenden Filmförderreform auf Bundesebene. Die bisherige zuschussbasierte Standort-Filmförderung des Bundes soll durch ein steuerliches Anreizmodell abgelöst werden. Dieses sieht unter anderem vor, dass Hersteller von Filmen und Serien sowie Produktionsdienstleistungsunternehmen eine Steuergutschrift in Höhe von 30 Prozent der deutschen Herstellungskosten erhalten. Die Gutschrift wird mit der Steuerlast des Unternehmens verrechnet. Das Modell reduziert das Körperschaftssteueraufkommen, das gemeinsam von Bund und Ländern getragen wird. Das Bundesfinanzministerium hat sich bislang noch nicht zu den geplanten Bundesvorhaben verhalten.

„Wir begrüßen die Einführung eines steuerlichen Anreizmodells“, so Ministerpräsident Wüst weiter. „Es stärkt den deutschen Film und die Produktionswirtschaft im weltweiten Wettbewerb und gibt der Branche neuen Schwung. Der Zeitpunkt zum Handeln ist jetzt. Unser Film- und Medienstandort muss international wettbewerbsfähig bleiben.“

Besuch beim Jet Propulsion Laboratory

Am Vormittag besuchte Ministerpräsident Wüst das Jet Propulsion Laboratory (JPL) bei Pasadena im Norden von Los Angeles. Das JPL ist ein führendes Zentrum für die robotische Erkundung des Sonnensystems. Die von der NASA (National Aeronautics and Space Administration) geführte Einrichtung hat eine Reihe von bahnbrechenden Missionen entwickelt und durchgeführt, darunter die Voyager-Flüge zu den äußeren Planeten und die Mars-Rover-Missionen.

Die in Bonn ansässige Deutsche Raumfahrtagentur (im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR) ist auf vielen Gebieten Vertrags- und Kooperationspartner der NASA und des JPL. Dazu gehören unter anderem auch die GRACE Missionen: Über Schwerefeldmessungen können unterirdische Veränderungen der Wasserspeicher oder die Massenveränderungen von Gletschern oder dem Polareis gemessen werden. Am Europäischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA in Köln entsteht derzeit mit Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen die Mond-Trainingsanlage LUNA. Hier sollen zukünftig Astronautinnen und Astronauten unter möglichst mondähnlichen Bedingungen für Mond-Missionen vorbereitet werden. Deutschland ist weiterhin über das Programm der europäischen Weltraumorganisation ESA am Artemis-Programm der NASA beteiligt.

Ministerpräsident Wüst will die transatlantische Partnerschaft in diesen Bereichen bekräftigen und tauschte sich vor Ort mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des JPL zu diesen Projekten aus. Zudem besichtigte er das Mission Control Center sowie das Earth Science Center, zentrale Kontrollzentren für Weltraum- und Erdbeobachtungsmissionen. Ministerpräsident Wüst wurde dabei von der Reserve-Astronautin der ESA Dr. Amelie Schoenenwald und dem Direktor für Anwendungen und Wissenschaft in der Deutschen Raumfahrtagentur Dr. Peter Gräf begleitet.

Besuch bei E-Fahrzeughersteller Rivian

Am Montagnachmittag traf sich Ministerpräsident Wüst mit Dr. Kjell Gruner, CCO (Chief Commercial Officer) des E-Autoherstellers Rivian in deren Firmensitz im Süden von Los Angeles. Rivian hat für Amazon ein elektrisches Lieferfahrzeug entwickelt, das bereits in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird: In Neuss ist die erste deutsche Wartungsstation, ein Service Hub, entstanden. Neuss ist dabei der erste permanente Standort und fungiert als Hauptbasis mit der möglichen Perspektive, Deutschlandzentrale zu werden. Ministerpräsident Wüst nutzte den Besuch vor Ort, um für den E-Mobilitätsstandort Nordrhein-Westfalen zu werben und sich über aktuelle Perspektiven von Rivian und Trends in der E-Automobilbranche allgemein auszutauschen.

Hintergrund Film- und Medienstandort Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist der führende Medien- und Kommunikationsstandort Deutschlands. Rund 27.000 Unternehmen mit ca. 487.000 Beschäftigten haben hier ihren Sitz. Die Unternehmen erwirtschaften jährlich mehr als 132 Milliarden Euro Umsatz. In Nordrhein-Westfalen haben 162 Filmproduktionsfirmen ihren Sitz, die meisten davon in Köln. Ein Drittel der in Deutschland produzierten Sendeminuten für Kino, Fernsehen und Streaming (Video on Demand) stammen aus Nordrhein-Westfalen. Daneben hat das Land mit der Film- und Medienstiftung NRW eine der finanzstärksten Länderfilmförderungen Deutschlands und bietet mit verschiedenen Institutionen wie der Internationalen Filmschule Köln oder dem Mediengründerzentrum ideale Voraussetzungen für den Nachwuchs an Fachkräften wie auch Gründungen und Start-ups.

Überblick

Kontakt

Pressekontakt

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0211 / 837-1134
E-Mail: presse [at] stk.nrw.de

Bürgeranfragen

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Telefon: 0211837-01
E-Mail: nrwdirekt [at] nrw.de