Land startet neues Kompetenzzentrum Digitale Infrastruktur NRW als zentrale Anlaufstelle für Glasfaser-, Mobilfunk- und Rechenzentrenausbau
Ministerin Neubaur: Ein starkes, wettbewerbsfähiges Nordrhein-Westfalen braucht eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur – wir unterstützen den Ausbau jetzt noch wirksamer

Nordrhein-Westfalen geht beim Ausbau von Glasfaser, Mobilfunk und Rechenzentren einen großen Schritt voran: Mit dem neuen Kompetenzzentrum Digitale Infrastruktur NRW (KDI NRW) schafft das Land eine zentrale Anlaufstelle, um den Netzausbau effizienter zu gestalten, Hürden abzubauen und alle Akteure besser zu vernetzen.
Nordrhein-Westfalen geht beim Ausbau von Glasfaser, Mobilfunk und Rechenzentren einen großen Schritt voran: Mit dem neuen Kompetenzzentrum Digitale Infrastruktur NRW (KDI NRW) schafft das Land eine zentrale Anlaufstelle, um den Netzausbau effizienter zu gestalten, Hürden abzubauen und alle Akteure besser zu vernetzen. Damit nimmt Nordrhein-Westfalen die Themen Glasfaser, Mobilfunk und Rechenzentren als erstes Bundesland gemeinsam in den Blick. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur hat hier in den vergangenen Jahren deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. So ist die Versorgung mit Glasfaser von 2022 bis 2024 von 20 auf 37 Prozent gestiegen – damit hat sich die Zahl der Anschlüsse innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt. Die Versorgung mit 5G-Mobilfunk hat in Nordrhein-Westfalen netzübergreifend ebenfalls deutlich zugelegt, von 71 Prozent der Landesfläche Anfang 2022 auf 95 Prozent im Oktober 2024. Auf dem Weg zu einer flächendeckenden Versorgung mit Internet in Gigabit-Geschwindigkeit und Mobilfunkempfang sowie ausreichenden Rechenzentrums-Kapazitäten bleibt aber noch einiges zu tun.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Ob bei der Arbeit, im Café oder unterwegs in der Bahn: Stabiler Mobilfunkempfang und schnelles Internet sind die Basis unseres modernen Lebens. Auch unsere Unternehmen brauchen leistungsfähige Datennetze und Rechenzentren, um Prozesse zu digitalisieren und Künstliche Intelligenz zu nutzen. Klar ist: Wir wollen den Glasfaserausbau und den Mobilfunkausbau weiter beschleunigen. Dafür bündeln wir jetzt unser Know-how und sorgen für noch bessere Unterstützung. Ein starkes, wettbewerbsfähiges Nordrhein-Westfalen braucht eine digitale Infrastruktur, die mit den Anforderungen unserer Zeit mithält. Unser Anspruch ist, nicht nur aufzuholen, sondern Vorreiter für eine vernetzte, zukunftsfähige Gesellschaft zu werden.“
Für das Kompetenzzentrum Digitale Infrastruktur NRW stehen für die kommenden drei Jahre mehr als vier Millionen Euro zur Verfügung. Es bündelt und ergänzt die Aufgaben der bisherigen Kompetenzzentren Gigabit.NRW und 5G.NRW und macht den Netzausbau transparenter, effektiver und koordinierter. Die Umsetzung übernimmt die EY Consulting GmbH in Zusammenarbeit mit MICUS Strategieberatung GmbH. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Düsseldorf.
Das leistet das neue Kompetenzzentrum Digitale Infrastruktur NRW:
- Das KDI NRW ist zentraler Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Ausbau digitaler Infrastruktur. Es unterstützt die Informations- und Telekommunikationswirtschaft sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren für digitale Infrastruktur in den Kreisen und kreisfreien Städten konkret bei der Umsetzung von Vorhaben.
- Mit einem Mobilfunkmessprogramm wird das Kompetenzzentrum jährlich die Qualität der Mobilfunkversorgung an Kreisstraßen und im Schienenpersonennahverkehr überprüfen.
- In einem „Digitale Infrastruktur-Atlas“ (DIA NRW) stellt das Kompetenzzentrum zukünftig Informationen rund um den Glasfaserausbau, die Mobilfunkversorgung sowie Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen gebündelt zur Verfügung.
- Im Bereich der Rechenzentren unterstützt das KDI NRW den Ausbau durch Wissensvermittlung und Austausch zu Best Practices.
- Als zentrale Plattform informiert und vernetzt das Kompetenzzentrum alle für die digitale Infrastruktur relevanten Akteurinnen und Akteure aus Unternehmen und Verwaltung.
Korbinian Kraus, Leiter des Kompetenzzentrums Digitale Infrastruktur NRW: „Wir freuen uns sehr, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Land Nordrhein-Westfalen im Bereich der digitalen Infrastruktur weiter voranzubringen. Die nächste Phase des Ausbaus wird besonders herausfordernd: Gebiete, Strukturen und Wettbewerb im Glasfaserausbau machen die Koordination zunehmend komplexer und erfordern ein aktiveres Vorgehen. Wir werden die Mobilfunkversorgung gezielt überprüfbar machen und Informationen für den Ausbau vor Ort bereitstellen. Die Vernetzung und Unterstützung aller Akteure bei der Ansiedlung von Rechenzentren bildet die Grundlage für zukunftsfähiges Wachstum des Wirtschafts- und Digitalstandortes NRW. Die steigende Komplexität und die Vielzahl an Akteuren erfordern mehr Transparenz und verstärkte Unterstützung auf allen Ebenen. Als echtes NRW-Team sind wir stolz darauf, einen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur unseres Bundeslandes leisten zu dürfen.“
Das Informationsangebot des Kompetenzzentrums Digitale Infrastruktur wird unter www.kdi.nrw aufgebaut (Kontakt: info@kdi.nrw).
Hintergrund:
Aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur zufolge liegt die 5G-Flächenversorgung durch mindestens einen Mobilfunknetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen bei 95,1 Prozent (je nach Netzbetreiber zwischen 71,5 und 90,5 Prozent). Die 4G-Flächenversorgung liegt bei 98,3 Prozent und variiert je nach Netzbetreiber zwischen 91,2 und 95,3 Prozent. Netzbetreiberscharf sind zwischen fast 5 Prozent und rund 8 Prozent der Landesfläche noch weiße Flecken in der 4G-Versorgung. Informationen zur Mobilfunkversorgung in Nordrhein-Westfalen auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte werden im Dashboard unter www.mobilfunk.nrw dargestellt.
Landesweit haben zum Stichtag 30. Juni 2024 insgesamt 37,2 Prozent aller Adressen Zugang zu einem Glasfaseranschluss. Unter Berücksichtigung des laufenden und angekündigten Glasfaserausbaus besteht für rund weitere 38 Prozent aller Adressen in Nordrhein-Westfalen eine konkrete Ausbauperspektive.
Nordrhein-Westfalen macht sich konsequent auf den Weg von der Kohle zur KI. NRW gilt unter anderem durch die milliardenschweren Investitionen von Microsoft zum Bau neuer Hyperscaler-Rechenzentren im Rheinischen Revier als bundesweit aufstrebender Standort für Datenverarbeitung.
Kontakt
Pressekontakt
Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie
Telefon: | 0211 61772-143 |
---|---|
E-Mail: | presse@mwike.nrw.de |
Bürgeranfragen
Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie
Telefon: | 0211 61772-0 |
---|---|
E-Mail: | nrwdirekt@nrw.de |