Außenwirtschaftsbeirat berät über internationale Handelskonflikte und ihre Auswirkungen auf Nordrhein-Westfalen
Ministerin Neubaur: Nordrhein-Westfalen setzt auf starke Wirtschaft in unsicheren Zeiten – Interessen selbstbewusst vertreten, betroffene Industriezweige unterstützen und Abhängigkeiten reduzieren

Ein zentrales Thema der Sitzung: das mögliche Spannungsdreieck zwischen den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der Volksrepublik China.
Die globalen Handelsbeziehungen stehen unter Druck – und das spürt auch die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Strafzölle, unterbrochene Lieferketten und ein zunehmender Wettbewerb um die technologische Vorherrschaft stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie kann sich Nordrhein-Westfalen in diesem Spannungsfeld behaupten? Genau darüber hat der Außenwirtschaftsbeirat der Landesregierung am Montagabend beraten.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: „Unsere Unternehmen brauchen fairen und freien Handel. Strafzölle auf Stahl und Aluminium sind eine Gefahr für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und ganz Europa. Sie belasten nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stahl- und Aluminiumbranche, sondern auch die Automobilindustrie und das Zugpferd Maschinenbau. Sie verunsichern Investoren, verteuern Produkte für Unternehmen und am Ende auch für Verbraucher. NRW ist eine der wichtigsten Industrieregionen Europas – wir dürfen uns nicht abhängig machen, sondern müssen aktiv gestalten. Die amerikanische Regierung hat ihren Standpunkt gegenüber Europa in der vergangenen Woche in der Öffentlichkeit mehr als deutlich gemacht. Wir dürfen nicht zuschauen, wie unsere demokratischen Werte einfach weggewischt werden. Wir müssen als Land noch strategischer planen und bereiten uns schon jetzt auf eine Vielzahl von Szenarien vor, damit wir auf kurzfristige handelspolitische Veränderungen klug und schnell reagieren können.“
Auf der Agenda des Gremiums aus 33 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden stand am Montagabend „Nordrhein-Westfalens Positionierung in geopolitisch unruhigen Zeiten: Impulse für mehr Resilienz und eine strategische Ausrichtung auf Landesebene.“ Impulsvorträge hielten Dr. Claudia Schmucker, Leiterin des Zentrums für Geopolitik, Geoökonomie und Technologie der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sowie Prof. Dr. Julian Hinz, Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld und Leiter des Forschungszentrums Handelspolitik am Kiel Institut für Weltwirtschaft.
Ein zentrales Thema der Sitzung: das mögliche Spannungsdreieck zwischen den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der Volksrepublik China.
Wirtschaftsministerin Neubaur: „Die geoökonomischen Herausforderungen erfordern eine selbstbewusste Reaktion auch auf Landesebene. Wir setzen auf eine kluge Strategie, die unsere Unternehmen schützt und neue Perspektiven eröffnet. Dazu gehören gezielte Fördermaßnahmen für besonders betroffene Industriezweige, die Reduzierung von Abhängigkeiten und eine starke Stimme für NRW auf Bundes- und EU-Ebene.“
Hintergrund
Der Außenwirtschaftsbeirat setzt sich aus 33 Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Fachverbänden zusammen. Er dient dem Austausch über außenwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftsaktivitäten von Nordrhein-Westfalen.
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